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Projekte - Zielgruppen
| Kinder |
| Kinder sind die schwächsten Glieder der Gesellschaft und bedürfen ganz besonderer Fürsorge. Die Kindheit prägt das ganze Leben eines jeden Menschen. Für eine positive geistige und körperliche Entwicklung brauchen Kinder neben existenziellen Lebensvorraussetzungen, wie Verpflegung und Unterkunft vor allem Liebe und Geborgenheit. Dies sind Grundbedürfnisse eines jeden Kindes und sollten im familiären Rahmen befriedigt werden. Leider gibt es sehr viele Kinder, denen dieses Recht vorbehalten bleibt. |
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| 1.1 Waisenkinder |
Die Folge des sich rasend verbreitenden HI-Virus sind unzählige AIDS-Waisen in Tansania. Aus dem traditionellen Kontext heraus sind die Verwandten, meist die Grosseltern verpflichtet sich um die Waisen zu kümmern. Das Schicksal dieser Kinder gleicht sich oft. Sie erhalten nicht die benötigte Liebe, Geborgenheit und Trost, sondern werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. Anstatt eine unbeschwerten Kindheit zugeniessen, müssen die Waisen im Haushalt und auf dem Feld arbeiten. Nicht selten werden sie psychisch und physisch misshandelt. Oft bleibt ihnen das Recht auf Bildung vollkommen verwehrt. |
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| 1.2 Strassenkinder |
Die Strassen der Grossstädte Tansanias sind gesäumt von bettelnden Kindern. Manche von ihnen sind Waisen, andere wurden aus Armutsgründen von ihren Eltern verstossen und wieder andere haben selbst das Leben auf der Strasse gewählt, um Gewalt und Elend ihrer Familien zu entfliehen. Diese Kinder sind bereits im frühen Alter ganz auf sich selbst gestellt. Sie haben kein zu Hause, keinen Ort an dem sie sich geborgen und sicher fühlen können. Ihr täglich Brot müssen sie sich erbetteln oder erstehlen. Jeglicher Weg zur Bildung bleibt ihnen verschlossen. Viele der Strassenkinder versuchen ihren Hunger zu stillen und ihr Leid zu vergessen, indem sie sinnesbetäubende Substanzen, wie Klebstoff oder Benzin schnüffeln. Dies schwächt ihr gesundheitliches Befinden zusätzlich und macht sie zu dem noch abhängig und für sexuellen Missbrauch empfänglich. |
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| 1.3 In Armut lebende Kinder |
Die meisten Familien in Tansania sind kinderreich. Jedoch können viele Eltern ihre Kinder aufgrund von Armut und Arbeitslosigkeit nicht adäquat versorgen. Die Mahlzeiten sind einseitig und unausgewogen. Nicht selten kommt es vor, dass Kinder nur ein Mal pro Tag etwas zu essen bekommen. Oft werden Kinder, um den Mitleidsfaktor zu verstärken zum Betteln auf die Strassen mitgenommen oder gar alleine losgeschickt. Zwar gibt es eine Gesetz in Tansania, das die Kinderarbeit verbietet, jedoch wird dies von der Öffentlichkeit kaum beachtet. Kinder fungieren auf den Märkten als Träger oder verkaufen auf den Strassen diverse Sachen um ihre Eltern finanziel zu unterstützen.
Vor allem Kinder von alleinerziehenden Eltern, in Tansania sind dies überwiegend alleinerziehende Muetter leiden unter extremer Armut. Alleinerziehende Muetter können es selten aufbringen sich und ihre Kinder zu versorgen. Die Frauen müssen von Früh bis Spät Gelegenheitsarbeiten verrichten, um zumindest etwas Geld zuverdienen. Mit der Erziehung sind sie meist überfordert und haben kaum Zeit sich um ihre Kinder zu kümmern. Die Kinder sind sich selbst überlassen und müssen schon früh Verantwortung übernehmen. Häufig kümmern sich ältere Geschwister den ganzen Tag um die Jüngeren.
Geld um die Kinder in die Schule zu schicken ist in den in Armut lebenden Familien kaum vorhanden. In Tansania ist die Primary School (1.-7. Klasse) zwar offiziell kostenfrei und für alle zugänglich, jedoch sieht die Realität anders aus. Selbst ein angeblich kostenfreier Grundschulbesuch zieht nicht unerhebliche Kosten mit sich. So gilt es beispielsweise als Pflicht eine Schuluniform zu tragen und auch jegliche Schulmaterialien müssen selbst finanziert werden. Natürlich kommen noch Kosten für Transport und Verpflegung hinzu. |
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| 1.4 Kranke und behinderte Kinder |
| In Tansania ist der Glaube, dass Krankheit und Behinderung Strafen Gottes seien noch weit verbreitet. Aus Armutsgründen können diese Kinder nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. Vor allem behinderte Kinder werden aus Scham vor dem Umfeld versteckt, eingesperrt oder sogar verstossen. Bei den Maasai zum Beispiel war es vor noch nicht all zu langer Zeit Brauch, offensichtlich behinderte Kinder gleich nach der Geburt umzubringen. Und bis heute treten solche Fälle, nicht nur bei den Maasai, hin und wieder auf. Kranke und behinderte Kinder leiden somit nicht nur an den Folgen ihrer Krankheit oder Behinderung, sondern auch sehr stark unter Diskriminierung und Isolation. |
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